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Kleine Gletscher sind besonders sensible Klimaindikatoren, da sie außerordentlich stark und schnell auf Schwankungen des Klimas reagieren.
Um 1820 bedeckten die bayerischen Gletscher eine Fläche von insgesamt 4 km², im Jahr 2010 sind es nur noch 0.7 km².
Der starke Verlust geht auf den Anstieg der Lufttemperatur zurück, der auf der Zugspitze im 20. Jahrhundert 1.4°C betrug. Die Niederschläge haben sich im selben Zeitraum nicht signifikant verändert.
Eine über 120 Jahre zurückreichende Reihe von Vermessungsaufnahmen dokumentiert den Gletscherschwund in den bayerischen Alpen, der in den 1960er-1970er Jahre durch eine kurze Vorstoßphase unterbrochen war.

Google Earth .kmz-Datei (Herunterladen und in Google Earth öffnen)
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts existieren in den Bayerischen Alpen noch fünf Gletscher, die zusammen weniger als einen Quadratkilometer bedecken. Dies sind der Nördliche und Südliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt und der benachbarte Höllentalferner (Abb. 1) sowie das Blaueis (Abb. 2) und der Watzmanngletscher (Abb.3) im Berchtesgadener Land.
Vor allem die niedrig gelegenen Gletscher in den Berchtesgadener Alpen haben schlechte Zukunftsaussichten, sie werden bei anhaltenden Schmelzraten in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten verschwinden. Die beste Prognose besteht für den Höllentalferner. Er wird durch hohe Felswände abgeschattet, die ihn auch zusätzlich mit Lawinen ernähren. Der Höllentalferner wird voraussichtlich der letzte Gletscher sein, der in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts noch existiert.
Flächenentwicklung der bayerischen Gletscher seit den ersten genauen Vermessungen.